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8
Sep
Manchmal ist es doch nützlich, wenn die Großen ein Thema ins Auge fassen. Der Vorstandsvorsitzende von Axel Springer sieht den Ausweg aus der Krise (mit Werbeerlösen) im Verkauf der Verlagsinhalte als sog. Paid Content. Als erster Schritt werden alle Inhalte, die über iPhone-Apps distrubiert werden, verkauft. Ob sich das durchsetzt, bleibt abzuwarten. In einem Gespräch haben wir letztens schon Wetten darauf abgeschlossen, wann wieder zu werbefinanzierten Inhalten zurückgewechselt und das Projekt als gescheitert erklärt wird. Die Schätzungen lagen zwischen einem Monat und einem Jahr…
Das es auch anders geht, beweisen einige Erfolgsmodelle. Wo und wann Paid Content funktioniert, zeigt Jan Tißler im UPLOAD Magazin.
Nicht die kleinen, austauschbaren Newshäppchen sind es. Es geht um Informationen und Angebote, die einmalig sind, besonders und zielgruppengerecht.
An genau dieser Art Inhalte wird das Modell des großen Verlagshauses scheitern. Sicherlich werden sie mehr Umsatz machen als jedes, der in Jans Artikel genannten Unternehmen, aber im Kern bieten sie v.a. Newshäppchen an, die es anderswo auch kostenlos gibt. Die Umsatzerwartungen der Aktionäre werden daher sicherlich nicht erfüllt werden. Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen!
